Montag, 23. Oktober 2017

Medizinische Versorgung von wohnungslosen Menschen

Beitrag im Deutschen Ärzteblatt vom 6.10.2017 Link

In diesem Zusammenhang interessant: „Ärzte sind die Anwälte der Armen“ – Interview mit Michael Marmot. Deutsches Ärzteblatt 22.8.2016 Link

1 Kommentar:

Daniel Kögel hat gesagt…

"Mindestens 75 % der Wohnungslosen leiden aktuell an einer
behandlungsbedürftigen psychiatrischen Störung" (Studienergebnisse siehe ärzteblatt).

"Es liegt aber auch die Vermutung nahe, dass Wohnungslose in manchen Städten
besser versorgt werden als in anderen. Ein Beispiel für eine breit
aufgestellte Hilfe für Obdachlose ist das Mainzer Modell, das auch ein
Angebot zur Betreuung schwerstkranker Obdachloser umfasst". (siehe ebd.)

Am Besten verwirklicht hat die ambulante medizinische Versorgung Obdachloser /Wohnungsloser meiner Meinung nach Gerhard Trabert, der vor seinem Medizinstudium Soziale Arbeit studiert hatte, wodurch er meiner Meinung nach über ein wichtiges Hintergrundwissen im Bereich Armut und Zugänge zum med.Versorgungssystem verfügt, als der Großteil anderer Fachärzte in Deutschland . In seinem Modell verfolgt er einen sehr niedrigschwelligen Ansatz. In diesem "Mainzer Modell" verfügt er über Kooperationen mit sozialpsychiatrischen Diensten und Tageskliniken für psychisch Kranke. Das zeigt, dass Prof. Trabert die Wichtigkeit psychischer Auffälligkeiten bei niedrigschwelligen Behandlungskonzepten erkannt hat.

Anfang November hat Prof. Dr. Gerhard Trabert in der Tagesschau gesprochen, ein Interview,in dem Trabert verständlich die Probleme der allg. Obdachlosenversorgung als auch aktuelle Debatten im Bereich "Armut und Gesundheit/Zugänge zum, Gesundheitssystem" anspricht:
Hier der Link zum Video:

http://www.armut-gesundheit.de/2017/11/01/gerhard-trabert-spricht-in-der-tagesschau-ueber-wohnungslosigkeit-und-die-gefahren-im-winter/