Donnerstag, 2. März 2017

Soziale Herkunft und Migrationshintergrund entscheiden noch immer sehr stark über den schulischen Erfolg

Studie "Chancenspiegel" der Bertelsmann-Stiftung 
Website 
Pressemitteilung
Leseprobe
Leistungsfähig, aber ungerecht. Beitrag in ZEIT ONLINE

Dazu auch Website "In Vielfalt besser lernen" 

344 Mrd. Euro für die Gesundheit


Das Statistische Bundesamt berichtet jährlich über die Gesundheitsausgaben in Deutschland.
344,2 Mrd. Euro insgesamt und 4.213 Euro je Einwohner betrugen die Ausgaben für Gesundheit im Jahr 2015 entsprechend einem Anteil am Bruttosozialprodukt von 11,3%.
2014 Lagen die Ausgaben noch bei 329 Mrd. Euro, 2016 werden sie auf 359 Mrd. Euro prognostiziert. 

Auch im internationalen Vergleich erscheint das  deutsche Gesundheitswesen finanziell gut ausgestattet, wie der Vergleich der OECD-Länder zeigt. 

Die sich aufdrängende Frage lautet eher, wie gut die damit finanzierte Gesundheitsversorgung ist. Das Thema zu viel  / zu wenig (nicht nur in Deutschland) wurde zuletzt in einer Artikelserie im Lancet analysiert.


Pressemitteilung Gesundheitsausgaben 2015
Website Gesundheitsausgaben mit Tabellen
Bericht zu Gesundheitsausgaben 2015 (Fachserie 12 Reihe 7.1.1 - 2015)Bericht zu Gesundheitsausgaben 1995-2015

Freitag, 20. Januar 2017

Right Care: Artikelserie zu Overuse und Underuse im Lancet

Die bisher umfangreichste Aufarbeitung der Themen Overuse und Underuse sowie deren Ursachen und Strategien zur Abhilfe ist am 8.1.2017 im Lancet erschienen.
27 AutorInnen aus 9 Ländern legen dar, dass Overuse und Underuse ein weltweites Problem darstellen mit jeweils nationaler Ausprägung. Deutschland ist mit dem Autor dieses Blogs, vertreten. 
Die 4-teilige Serie und 3 Kommentare sind kostenfrei zugänglich: Link  
Evidence for overuse of medical services around the world. 
Shannon Brownlee, Kalipso Chalkidou, Jenny Doust, Adam G Elshaug, Paul Glasziou, Iona Heath, Somil Nagpal, Vikas Saini, Divya Srivastava, Kelsey Chalmers, Deborah Korenstein

Evidence for underuse of effective medical services around the world.Paul Glasziou, Sharon Straus, Shannon Brownlee, Lyndal Trevena, Leonila Dans, Gordon Guyatt, Adam G Elshaug, Robert Janett, Vikas Saini

Drivers of poor medical care.
Vikas Saini, Sandra Garcia-Armesto, David Klemperer, Valerie Paris, Adam G Elshaug, Shannon Brownlee, John P A Ioannidis, Elliott S Fisher


Levers for addressing medical underuse and overuse: achieving high-value health care.
Adam G Elshaug, Meredith B Rosenthal, John N Lavis, Shannon Brownlee, Harald Schmidt, Somil Nagpal, Peter Littlejohns, Divya Srivastava, Sean Tunis, Vikas Saini

Die Right Care-Serie schließt sich an die Artikelserie  "Research: increasing value, avoiding waste" an, die Anfang 2014 im Lancet erschienen ist und ebenfalls kostenfrei zugänglich ist  Link 

Cannabis als Medikament?

Der Bundestag hat am 19.1.2017 Änderungen im Betäubungsmittelgesetz und damit zusammenhängenden betäubungsrechtlichen Vorschriften beschlossen. 
Ab 1.3.17 haben "Versicherte mit einer schwerwiegenden Erkrankung (...) Anspruch auf Versorgung mit Cannabis in Form von getrockneten Blüten oder Extrakten in standardisierter Qualität und auf Versorgung mit Arzneimitteln mit den Wirkstoffen Dronabinol oder Nabilon", heißt es im neu gefassten § 31 des Betäubungsmittelgesetzes.  Bislang erhalten in Deutschland etwas 1000 Patienten Cannabis-haltige Medikamente über eine Ausnahmegenehmigung. 
bundestag.de: Bundestag lässt Cannabis-Arzneimittel für schwerkranke Patienten zu.



Wenige Tage zuvor ist – sicherlich unabhängig von der Bundestagsentscheidung – die bisher umfassendste Aufarbeitung der Gesundheitswirkungen von Cannabis erschienen. Der 395-seitige Report eines Komitees der amerikanischen National Academy of Sciences ist als PDF (nach Registrierung) kostenlos downloadbar.  
National Academies of Sciences, Engineering, Medicine,
The Health Effects of Cannabis and Cannabinoids: The Current State of Evidence and Recommendations for Research
Website des Reports

Montag, 19. Dezember 2016

Bildungsgerechtigkeit – wo liegt Deutschland in der PISA-Studie?

PISA - Internationale Schulleistungsstudie der OECD Website

Wo erzielen benachteiligte Schüler die besten Ergebnisse? Infografik  Link

PISA 2015 Ergebnisse (Band I) Exzellenz und Chancengerechtigkeit in der Bildung 
Website und Download (511 Seiten, Kapitel 1 Exzellenz und Chancengerechtigkeit in der Bildung, s. 37 ff.)

S. 45 
Der sozioökonomische Status ist in den meisten an PISA teilnehmenden Ländern und Volkswirtschaften mit erheblichen Leistungsunterschieden assoziiert.

Im OECD-Durchschnitt erreichen sozioökonomisch benachteiligte Schülerinnen und Schüler mit 2,8-mal höherer Wahrscheinlichkeit nicht das Grundkompetenzniveau in Naturwissenschaften wie sozioökonomisch begünstigtere Schülerinnen und Schüler.

Vielen sozioökonomisch benachteiligten Schülerinnen und Schülern gelingt es jedoch, ein hohes Leistungsniveau zu erreichen, nicht nur innerhalb ihrer eigenen Länder und Volkswirtschaften, sondern auch im internationalen Vergleich.

Sozioökonomisch benachteiligte Schülerinnen und Schüler sehen sich mit geringerer Wahrscheinlichkeit in einem naturwissenschaftsbezogenen Beruf und sind mit geringerer Wahrscheinlichkeit vom Nutzen naturwissenschaftlicher Forschungsansätze überzeugt.

S. 46
Die sozioökonomische Benachteiligung äußert sich in der Regel auf Schulebene in einer geringeren Ressourcenausstattung und auf Schülerebene in einer kürzeren Unterrichtszeit sowie einer höheren Wahrscheinlichkeit der Klassenwiederholung und der Teilnahme an beruflichen Bildungsgängen.
(...)

Dienstag, 15. November 2016

Welt-AIDS-Tags-Kampagne 2016 der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Welt-AIDS-Tags-Kampagne #positivzusammenleben Pressemitteilung Link

Website zum Welt-AIDS-Tag 2016 Link

Soziale Gerechtigkeit in der EU

Untersuchung der sozialen Gerechtigkeit in 28 EU-Staaten anhand von 36 Indikatoren Sustainable Governance Indicators (SGI)Website


Social Justice in the EU – Index Report 2016 Social Inclusion Monitor Europe Download

Projekt Sustainable Governance Indicators (SGI. Wie fit sind die OECD- und EU-Staaten für die Zukunft? Das SGI-Projekt analysiert nachhaltiges Regieren im internationalen Vergleich und ermöglicht länderübergreifendes Lernen Website