Freitag, 15. Juli 2011

Hierarchie und Gesundheit

Die Whitehall-Studien zeigten: ein höherer Status in der Hierarchie geht mit besserer Herzgesundheit einher - Autonomie und fair behandelt zu werden sind Kausalfaktoren ebenso wie Zufriedenheit mit sich selbst sowie in den Bereichen Beruf, Familie und Sexualleben (s.a. Blog 4.7.2011).
Ein Bericht, der heute in Science erschienen ist, zeigt eine differenziertere zumindest unter Pavianen: hier ist das Stresshormon Kortisol bei den Anführern, den Alpha-Männchen erhöht, in der zweiten Hierarchietufe aber nicht. Dies ist unabhängig von der Stabilität der Hierarchie. Instabile Positionen innerhalb der Hierarchie gehen ebenfalls mit erhöhtem Kortisol einher.

Abstract in Science

Beitrag in der Süddeutschen Zeitung, 15.7.2011

Freitag, 8. Juli 2011

Whitehall-Studie, neue Ergebnisse

European Heart Journal 4. Juli 2011
Zufriedenheit mit sich selbst sowie in den Bereichen Beruf, Familie und Sexualleben geht mit einem gesünderen Herzen bzw.einem niedirgeren Risiko für die koronare Herzkrankheit einher. Kontrolliert wurde für die Variablen Alter, Gesundheitsverhalten und Risikofaktoren. Die Zufriedenheit mit dem Lebensstandard und den Freizeittäigkeiten wirken sich nicht auf die Herzgesundheit aus.
Abstract

Montag, 4. Juli 2011

OECD-Studie: Bildungserfolg trotz sozaler Benachteiligung

OECD (2011). Against the Odds. Disadvantaged Students Who Succeed in School.

Website mit kostenlosem Download der vorläufigen Fassung als PDF

Kurzzusammenfassung

Donnerstag, 16. Juni 2011

Public Health Forum mit Schwerpunkt Patientenorientierung

Public Health Forum Heft März 2011
Patientenorientierung in der gesundheitlichen Versorgung
Link

Samstag, 11. Juni 2011

Langzeitstudie: Gesundheit durch Bildung

Science 9.6.2011:

Chicago Longitudinal Study: Investitionen in frühkindliche Förderung zahlen sich aus

School-Based Early Childhood Education and Age-28 Well-Being: Effects by Timing, Dosage, and Subgroups Abstract

Interview mit Arthur Reynolds, dem Leiter der Studie Podcast

Mittwoch, 1. Juni 2011

In der Presse: Handystrahlung und Hirntumoren

Süddeutsche Zeitung 31.5.2011
"Weltgesundheitsorganisation: Krebsrisiko bei intensiver Handy-Nutzung"
Link

Hintergrund: Die International Agency for Research on Cancer - eine Expertenkommission der WHO - stuft Substanzen und Strahlungen nach ihrem Potenzial ein, Krebs auszulösen.
Die Studienlage zu elektromagnetischer Strahlung ist nicht eindeutig - das ist wenig überraschend, wenn man sich über die niedrige Inzidenz von Hirntumoren und die Irrtumswahrscheinlichkeiten von Fall-Kontroll-Studien und Kohortenstudien im Klaren ist.

Die Expertenkommission der WHO hat elektromagnetische Strahlung in einem fünfstufigen Schema auf Platz 3 gesetzt, die niedrigste Verdachtsgruppe (Gruppe 2b: "Possibly carcinogenic to humans"). Link zum Schema
Pressmitteilung der IARC Download

Meldung in aerzteblatt online

Fazit: Die Schlagzeile der Süddeutschen ist irreführend, sie gibt die Unsicherheiten und Feinheiten der Diskussion nicht wieder. Wer die Studienformen kennt, kann die Diskussion nachvollziehen. Die Einordnung der WHO scheint mir vernünftig, weil die empfehlenswerten Schutzmaßnahmen für Handynutzer unschädlich sind. Probleme mit der Einordnung dürfte eher die die Industrie haben.

Dienstag, 24. Mai 2011

Weniger ist manchmal mehr

Süddeutsche Zeitung 24.5.2011
Unnötige Test und Therapien
Weniger ist manchmal mehr Link

Zugrunde liegt ein Beitag in den Archives of Internal Medicine vom 23.5.2011 Download